Bericht IDKM 2016

08.11.2016
Florian Bleisch GER 7875

Es ist zwar sehr spät für einen Bericht, doch kann das doch nicht ohne Bericht bleiben!
Der Freitag begann für uns mit hektischem Auslaufen, denn neben den 23 Darts wollten 41 A-Cats
ins Wasser! Und es war ein langer Weg zum Start.
Der Wettfahrtleiter hatte sich einen interessanten Kurs ausgedacht: Da wir mit den A-Cats auf der
selben Bahn segelten, hatte er ein Rechteck ausgelegt, die langen Schenkel up and down,
dazwischen ein Halbwindkurs. Startkreuz am rechten Schenkel, Zielkreuz am linken. Die A-Cats
segelten ihre 3 Runden auf dem linken Schenkel, die Darts auf dem rechten Schenkel die 2
Runden.Nur Startkreuz und Zielkreuz hatten wir gemeinsam, doch da die A-Cats bei unserem Start
schon weit weg waren und auf der Zielkreuz das Feld doch weit auseinandergezogen, kamen wir
uns nur wenig ins Gehege.
Am ersten Tag war der Wind noch relativ gut, 3-4-Bft, noch einiges Trapezsegeln. Aber die ersten
zwei Wettfahrten sind wir schlecht gestartet, dicht am Startschiff aber spät und langsam. Ich hatte
keinen Überblick, wusste nicht mal so recht, wo es lang ging. Glücklicher Weise hat Adrian mich
immer wieder auf die rechte Bahn geleitet, doch sind wir nicht gut ins Ziel geekommen.Die Spitze
konnten wir nur mit Mühe sehen: Michiel Fehr und David Lloyd, und ganz toll Bernd Rückert, am
ersten Tag noch einhand.
Bei der 3. Wettfahrt starteten wir am anderen Ende der Linie mit Schwung und freiem Wind und
waren erste an der Eins. Dann war es so spannend das Feld im Nacken zu haben und die Angst,
doch es gelang uns, den Abstand aufs Feld noch zu vergrößern und wir gingen als erste ins Ziel,
vor Ludwig Herrle und Bernd Rückert. Diesmal Michiel und David auf 7 und 6, wir hatten halt
Glück mit der richtigen Seite gehabt.
Die letzte Wettfahrt des Tages fast die ganze Zeit mit David parallel gesegelt, Michiel war deutlich
abgesetzt vorne. Am Wind sind wir zeitweise höher als er gesegelt und nicht langsamer, vor Wind
hat er uns geholt. Doch auf der letzten Vorwindstrecke lag er vor dem Zieleinlauf in Luv über uns,
wir liefen gleich schnell, doch die Leeseite der Ziellinie war bevorteilt, und durch abfallen aufs
Ziel konnte ich David wohl einen knappen Meter abnehmen, wodurch wir als zweite im Ziel
waren, Michiel mit sicherem Abstand Erster.
Der Segeltag war zwar meist grau, der Wind nahm beständig ab, doch es gab keinen wesentlichen
Regen und er wurde beendet mit einem guten Abendessen im Club, das dank der ebenso guten
Organisation der Präsidentin Ulrike Grüneberg trotz der vielen Segler ohne viel Schlange Stehen
erreicht wurde.

Vom 2. Tag erinnere ich nur, dass wir schlecht gesegelt sind, die Spitze kann ich nur auf dem
Papier beurteilen: Michiel und David meist vorne, nur einmal war Michiel wie wir auf die falsche
Seite gesegelt. Bernie hatte zum ersten Mal Marina als Vorschoterin und segelte mit Ihr deutlich
besser als wir, so dass wir am Abend punktgleich auf dem 3. und 4. Platz lagen, Michiel und David
weiterhin vorne.

Der letzte Tag brachte, wie angekündigt, nur sehr leichten Wind. Auf dem Weg zum Start ging es
noch, wurde dann aber immer schwächer. Bernie war ganz klar der einzige wichtige Gegner für
uns, Michiel und David waren punktmäßig weit vorne. Ich versuchte, beim Start nicht auf Bernie
zu achten, doch von Anfang an segelten wir recht dicht beieinander und meist parallel, Bernd am
Wind gering höher und schneller als ich, vor Wind waren wir deutlich tiefer und nicht langsamer.
Beide Runden segelten wir so gemeinsam, für uns glücklicher Weise vor dem Ziel ein
Vorwindkurs, so dass wir 3. wurden. Schließlich entsprach der Zieleinlauf der Spitze in dieser
Wettfahrt dem Gesamtergebnis der Regatta: 1. Michiel Fehr, 2. David Lloyd, 3. Florian Bleisch, 4.
Bernd Rückert.
Für uns war selten eine Regatta so spannend, nervenaufreibend, anstrengend trotz ( oder weil so)
wenig Wind. Und selten hat uns das Endergebnis so befriedigt.
Obwohl das Wetter nicht ideal war ein Wundervolles langes Segelwochenende!

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